Microneedling, Teil 3: Arbeitsgeschwindigkeit und Perforationsbilder

2021-03-04

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Aus unserer Serie: Apparative Kosmetik

Microneedling ist nicht nur ein neuer Trend. Microneedling ist vor allem eine innovative Behandlungsmethode mit sehr viel Potenzial – wenn die Technik und Anwendung stimmt.

In drei Beiträgen stellen wir Ihnen die Unterschiede der verschiedenen Angebote dar:

• Perforationsbilder der jeweiligen Nadelkopf-Geometrie

• Motor und Antriebskonzept: Auswirkungen auf die Perforation

• Arbeitsgeschwindigkeit und Auswirkungen auf das Perforationsbild (diese Seite)

Die vielfältige Microneedling-Geräten und Nadelmodulen unterscheiden sich in wesentlichen Details: Technik, Nadelkopfgeometrie, Arbeitsrichtung und Arbeitsgeschwindigkeit

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit:

Auswirkung der Arbeitsgeschwindigkeit auf das Perforationbild

Die untenstehenden Bilder zeigen die Auswirkungen der Arbeitsgeschwindigkeit auf das Perforationsbild. Unser Bespiel: 9 Mikronadeln im Linearnadel-Modul: Abstand der Nadeln ca. 1 mm

Wieviele Zentimeter werden pro Sekunde mit dem Needler in Arbeitsrichtung bearbeitet?

• Schnelle Arbeitsgeschwindigkeit mit 5-10 cm/Sekunde

• Langsame Arbeitsgeschwindigkeit 0,5 – 1 cm/Sekunde.

Ob Needler dabei mit 90Hz, 100Hz oder 120Hz (Frequenz = Einstiche pro Sekunde) arbeiten, ist nicht so relevant.

Anmerkungen:

Je schneller der Needler in Arbeitsrichtung bewegt wird, desto weniger exakte Perforationen entstehen pro Zentimeter behandelter Hautoberfläche. Dafür kommt es vermehrt zu Rissverletzungen, weil die Nadeln sich meist in der Dermis befinden während der Needler schnell weiter bewegt wird

Langsame Arbeitsgeschwindigkeit mit 0,5 – 1 cm/Sekunde – 10 – 20 exakte Einstiche pro 1 mm

Schnelle Arbeitsgeschwindigkeit 5 – 10 cm/Sekunde – 1- 2 Einstiche pro 1 mm, jedoch mehr Rissbildung in der Haut

10 Einstiche pro Millimeter

2 Einstiche pro Millimeter

Wenn die Nadeleindringtiefe hoch ist (größer als 0,5 mm)  befindet sich die Nadel prozentual gesehen viel mehr in der Haut als außerhalb. Wenn gleichzeitig die Arbeitsgeschwindigkeit (5-10 cm/Sekunde) sehr hoch ist, kommt es automatisch zu Rissverletzungen in der Dermis und Epidermis.

Je tiefer die Nadeln in die Haut eindringen, desto tiefer werden die Rissverletzungen. Und desto stärker wirken die körpereigenen Reparaturprozesse, die immer mit  Mikroschwellungen, vermehrter Durchblutung und anschließender Bildung von Narbengewebe einhergehen . Das ist weniger eine Frage des Glaubens, sondern der Biologie, Mathematik und Anwendungstechnik.

Vergleich der Länge der Rissbildung im Gewebe bei 1 x Nadeleinstich

Wenn die Nadel pro Sekunde 100mal (Frequenz 100 Herz) die Haut perforiert, ist ersichtlich und verständlich, dass die Nadeln sich mehr in der Haut befinden als außerhalb! Wenn der Needler in Arbeitsrichtung schnell bewegt wird, entstehen damit immer Rissbildungen in der Haut!

Die Frage ist nur, ob wenig Rissbildung (langsame Arbeitsweise) oder starke Rissbildung (schnelle Arbeitsweise). Rissbildung führt immer auch zur Narbenbildung!

Schnelles Arbeiten: 3 cm = 30 mm pro Sekunde Wegstrecke Nadelspitze 0,3 mm /100 Hz = 30-fache Wegstrecke pro Impuls (100 Hz)

Langsames Arbeiten: 0,5 cm = 5mm pro Sekunde Wegstrecke Nadelspitze: 0,05 mm/100 Hz = 5-fache Wegstrecke pro Impuls (100 Hz)

Wer gern mit hohen Nadeleindringtiefen (meist bei Heilpraktikern / im medizinischen Bereich, > 0,7 mm) arbeitet, sollte aus unserer Sicht die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich verlangsamen (0,5 cm bis 1 cm pro Sekunde), damit die Rissverletzungen/Risslängen so gering wie möglich gehalten werden. Es sei denn, es sollen absichtlich deutliche Rissverletzungen erzeugt werden. Es geht hierbei nicht darum Rissverletzungen zu verhindern, denn das ist nicht möglich, wenn der Needler bewegt wird. Es geht darum, die „traumatischen Rissverletzungen“ zu minimieren und im besten Fall saubere und exakte Perforationen zu setzen. Nach dem Needling kommt es direkt zu leichten oder starken Schwellungsprozessen (je nach Nadeltiefe) als Teil sinnvoller biologischer Reparaturprozesse – die nicht „bekämpft oder unterdrückt“ werden müssen.

Fazit: eine Frage der richtigen Dosierung in Bezug auf Nadeleindringtiefe und Arbeitsgeschwindigkeit

Eine zu geringe Nadeltiefe erzeugt nicht die gewünschten Gewebs- und Reparaturprozesse und zu tiefes Needling erzeugt vermehrt Schmerzen, Blutungen und Rissverletzungen mit Narbenbildung in der Dermis und Epidermis. Es ist eine Gratwanderung und der richtigen Einschätzung in Bezug auf Hautdicke und Hautbeschaffenheit.

3. Microneedling Arbeitsgeschwindigkeit und Perforationsbilder am Beispiel des Linear-Nadel-Modul

9 Mikronadeln im Linearnadel-Modul – Abstand der Nadeln ca. 1mm Die Bilder zeigen die Auswirkungen der Arbeitsgeschwindigkeit auf das Perforationsbild. Wieviele cm werden pro Sekunden mit dem Needler in Arbeitsrichtung bearbeitet?

• Schnelle Arbeitsgeschwindigkeit mit 5-10cm/Sekunde

• Langsame Arbeitsgeschwindigkeit 0.5 – 3cm / Sekunde.

Ob Needler dabei mit 90Hz oder 120 Hz (Einstiche pro Sekunde) arbeiten ist dabei nicht so relevant. Anmerkungen: Je schneller der Needler in Arbeitsrichtung bewegt wird, desto weniger exakte Perforationen pro cm behandelter Hautoberfläche, aber dafür mehr Rissverletzungen.

Langsame Arbeitsgeschwindigkeit mit 0,5-1cm/Sekunde – 10-20 Einstiche pro 1mm

Schnelle Arbeitsgeschwindigkeit 5-10 / Sekunde – 1-2 Einstiche pro 1mm, mehr Rissbildung in der Haut

10 Einstiche pro 1 Millimeter

2 Einstiche pro 1 Millimeter

Wenn die Nadeleindringtiefe hoch ist (größer 0,5mm)  befindet sich die Nadel prozentual gesehen, viel mehr in der Haut als Außerhalb. Wenn gleichzeitig die Arbeitsgeschwindigkeit (5-10cm / Sekunde) sehr hoch ist, kommt es automatisch zu Rissverletzungen in der Dermis und Epidermis, wenn wir ehrlich sind.

Je tiefer die Nadeln in die Haut eindringen, desto tiefer die Rissverletzungen und desto stärker die körpereigene Reparaturprozesse was immer mit  Mikroschwellungen, vermehrter Durchblutung und anschließender Bildung von Narbengewebe einhergeht . Das ist weniger eine Frage des Glaubens, sondern der Biologie, Mathematik und Anwendungstechnik.

Vergleich der Länge der Rissbildung im Gewebe bei 1 x Nadeleinstich

Wenn die Nadel pro Sekunde 100mal (Frequenz 100 Herz) die Haut perforiert, ist ersichtlich und verständlich, dass die Nadeln sich mehr in der Haut befinden als außerhalb! Wenn der Needler in Arbeitsrichtung schnell bewegt wird, entstehen damit immer Rissbildungen in der Haut!

Die Frage ist nur, ob wenig Rissbildung (langsame Arbeitsweise) oder starke Rissbildung (schnelle Arbeitsweise). Rissbildung führt immer auch zur Narbenbildung!

Schnelles Arbeiten 3cm = 30mm pro Sekunde Wegstrecke Nadelspitze 0,3mm /100Hz = 30 fache Wegstrecke pro Impuls (100Hz)

Langsames Arbeiten 0,5cm = 5mm pro Sekunde Wegstrecke Nadelspitze: 0,05mm /100Hz = 5 fache Wegstrecke pro Impuls (100Hz)

Wer gerne mit hohen Nadeleindringtiefen (meist im HP / medizinischen Bereich >0,7mm) arbeitet, sollten aus unserer Sicht die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich verlangsamen (0,5cm bis 1cm pro Sekunde) damit die Rissverletzungen / Risslängen so gering wie möglich gehalten werden – es sei denn es sollen deutliche Rissverletzungen erzeugt werden. Es geht hierbei nicht darum Rissverletzungen zu verhindern, denn das ist nicht möglich wenn der Needer bewegt wird, sondern darum, die „traumatischen Rissverletzungen“ zu minimieren und im besten Fall saubere und exakte Perforationen zu setzen. Nach dem Needling kommt es direkt zu leichten oder starken Schwellungsprozessen (je nach Nadeltiefe) als Teil sinnvoller biologischer Reparaturprozesse – was nicht „bekämpft oder unterdrückt“ werden muss.

Fazit: eine Frage der richtigen Dosierung in Bezug auf Nadeleindringtiefe und Arbeitsgeschwindigkeit

Eine zu geringe Nadeltiefe erzeugt nicht die gewünschten Gewebs- und Reparaturprozesse und zu tiefes Needling erzeugt vermehrt Schmerzen, Blutungen und Rissverletzungen mit Narbenbildung in der Dermis und Epidermis. Es ist eine Gratwanderung und der richtigen Einschätzung in Bezug auf Hautdicke und Hautbeschaffenheit.