Ewige Nadel nach Dr. Werth: Ohrpunkte, Geschichte und Erfahrungsberichte

2026-08-14

English version of this article

Die Ewige Nadel — auch Permanent-Ohr-Akupunktur — ist eine einmalige Behandlung an der Ohrmuschel: winzige Titan-Mikroimplantate bleiben dauerhaft unter der Haut und sollen über korrespondierende Ohrpunkte bestimmte Hirn- und Körperzonen ansprechen. Entwickelt hat sie Dr. med. Ulrich Werth, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Nach seiner eigenen Darstellung hat er mehr als 6000 Parkinson-Patienten aus allen Erdteilen behandelt.

Vertiefung im kostenlosen Online-Audiokurs (SGA Learn Player): Online-Audiokurs im Player öffnen.

Geschichte der Methode

Ulrich Werth wurde 1948 in Burg bei Magdeburg geboren, studierte in Rostock Medizin und forschte in der Neurobiologie zum Kurzzeitgedächtnis. Die Facharztausbildung Neurologie und Psychiatrie führte über Magdeburg, Haldensleben und die Charité; die Anerkennung als Facharzt erfolgte 1990. In den 1990er-Jahren behandelte er in Magdeburg mit klassischer Akupunktur — zeitweise bis zu hundert Sitzungen am Tag.

2001 entdeckte er Implantat-Punktkombinationen gegen Parkinson und stellte sie im Juni beim Akupunktur-Weltkongress in Berlin und im Oktober in Garmisch-Partenkirchen vor. Ab 2014 erweiterte er die Punktkarten um Kombinationen für Alzheimer — Gedächtnis, Sprache, Orientierung. Die Arbeit wird nach seinem Tod 2025 von seiner langjährigen Lebens- und Praxispartnerin fortgeführt. Der Audiokurs erzählt diesen Weg in Modul 2.

Der Ansatz: spezifische Zonen über Ohrpunkte

Die Ohrmuschel trägt nach der Karte von Paul Nogier den Körper „auf dem Kopf stehend“. Zu Organen und Hirnregionen gehören feste, korrespondierende Punkte. Werth setzt dort winzige Titan-Spitzen — etwa 1,2 Millimeter —, meist in beiden Ohren, häufig 100 bis 150 Nadeln in einer Sitzung. Berücksichtigt werden nicht nur das Hauptsymptom, sondern Begleitbeschwerden und der ganze Mensch.

Die Implantate bleiben liegen und wirken in seiner Erklärung wie kleine Antennen: Sie nehmen Umgebungsenergie auf und leiten Information über feinste Bahnen zu den betroffenen Regionen. Ziel ist Regeneration — Dopamin-Zellen und Netzwerke wieder versorgen, statt den Mangel nur pharmazeutisch zu ersetzen. Bei Parkinson beschreibt er zuerst eine sofortige Dopamin-Ausschüttung an vorhandenen Zellen, dann Nachsynthese und Transport, danach längerfristigen Aufbau. Deshalb soll die Medikamentenmenge oft schrittweise sinken, wenn körpereigenes Dopamin zurückkehrt — sonst können Überbewegungen entstehen.

Was behandelte Menschen und Studien berichten

Viele Patientinnen und Patienten schildern einen wellenförmigen Verlauf über Monate: zuerst Lockerheit, Kraft, Stimme, Mimik und Gestik; der Tremor — oft das erste Symptom — häufig als Letztes. Funktionen kehren nach diesen Berichten oft in umgekehrter Reihenfolge ihres Verlusts zurück. Ein Patient prägte dafür den Begriff „regenerativer Parkinson“.

Die Pilotstudie aus dem Umfeld Bad Nauheim und Gießen zeigte bei den Teilnehmenden innerhalb von drei Monaten sinkende UPDRS-Werte; spätere Kontrollen sprechen von aktivem Alltag. Die Tübinger gesundheitsökonomische Arbeit von 2009 rechnete weniger Medikamente und eine hohe Kostenersparnis pro Patient hoch. DaTSCAN-Aufnahmen — etwa bei Ingrid Kaiser und Enrico Schulz — zeigen in der Darstellung von Dr. Werth eine Normalisierung des Dopamin-Stoffwechsels im Striatum; Kaiser berichtet von vierzehn Jahren mit den Nadeln, Schulz arbeitet wieder als Boxtrainer.

Öffentliche Stimmen im Kurs: Reinhard Egert (Symptom um Symptom wich), PD Dr. habil. Andreas Schwarzkopf („Mit den Ewigen Nadeln aus der Parkinson-Falle“), Brunhilde mit 85 Jahren (frontotemporale Demenz und symptomatischer Parkinson, gemeinsam mit der Tochter), Iris Görke im Gespräch mit Dr. Werth. Bei Alzheimer gilt Peter Kaess als früher dokumentierter Fall: 24 Stunden nach der Sitzung sprach er von der Krankheit in der Vergangenheit; ein Jahr später bereitete er eine Spanisch-Prüfung B2 vor.

Was der Audiokurs dazu liefert

Vier Module, etwa 50–55 Minuten, zwei Stimmen: Standardtherapie als Ausgangspunkt; Werth, Entdeckung und Wirkprinzip; Parkinson mit Verlauf, Studien, DaTSCAN und Interviews; Alzheimer ab 2014, Fälle und Praxisablauf. Videos und Quellen werden im Kurs genannt (unter anderem forever-needle.com und der Kanal foreverneedle).

Jetzt den Audiokurs öffnen: Online-Audiokurs im Player öffnen.